Mit der Lausitziade ist 2025 ein neues, STARK-gefördertes Projekt gestartet, das die Lausitz von ihrer lebendigen, kreativen und engagierten Seite zeigt. Im Mittelpunkt stehen vier Veranstaltungsreihen, die Kultur, Geschichte, Engagement und Zukunftsgeist miteinander verbinden. Jede lädt auf ihre eigene Weise dazu ein, die Lausitz neu zu entdecken – mitzumachen, mitzufeiern und mitzudenken.

1️⃣ laut@Lausitz – Bühne frei für junge Musik

Elektronische Beats, kreative Sounds und jede Menge Talent: laut@Lausitz ist der neue Musikwettbewerb für junge Produzent:innen und DJs aus der Region. Neben Workshops und Coachings wartet ein großes Finale beim Wilde Möhre Festival. Wer zwischen 10 und 25 Jahre alt ist, kann sich in 2026 wieder bewerben.
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2️⃣ Parkzeit – grün@Lausitz

Anpacken, mitgestalten, Geschichte bewahren – bei der „Parkzeit“ treffen freiwilliges Engagement und regionale Identität aufeinander. Bürger:innen helfen mit, historische Parkanlagen in der Lausitz zu pflegen und neu zu beleben. 
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3️⃣ Meine Sache ist WIE ich sie fange

Hier geht es um Menschen, Ideen und Engagement. Diese Reihe macht sichtbar, wie vielfältig die Region ist – von jungen Initiativen bis zu langjährigen Projekten, die den Wandel mitgestalten. Hier stehen Profis und Laien gemeinsam auf der Bühne. Das partizipative Theaterstück tourt durch die Lausitz und wandelt sich dabei selbst. Wiederholung in 2026 ist in Planung!

4️⃣ Die Barbara-Show

„Glück Auf!“ heißt es am 6.12. bei der Barbara-Show, die an die Bergbautradition erinnert und zugleich den Aufbruch der Lausitz feiert. Eine große Show mit Musik, Emotionen und Geschichten rund um die Schutzpatronin der Bergleute – als Symbol für Zusammenhalt, Wandel und Stolz.

Ob Musik, Geschichte, Engagement oder Zukunftsvision – die Lausitziade zeigt, wie viel Leidenschaft und Kreativität in der Lausitz steckt.
➡️ Alle Infos und Termine gibt’s unter www.lausitziade.de

Name: Wolfram Korr

Geburtsjahr, -ort: 1969 | nahe Warendorf

Berufliches Zuhause: Projektleiter Lausitziade

Hobbies: Geige spielen, Kunst und Kultur

Status: Zugezogener

Wolfram Korr versteht sein Publikum, pflegt Lausitzer Tradition und hat zugleich Mut, Neues zu probieren. Der Kulturmanager zeigt sich als großer Fürsprecher der Lausitz. Sein über die Jahre gewachsenes Netzwerk aus nationalen und internationalen Kunst- und Kulturschaffenden kommt uns heute allen zugute. Nach Stationen als Konzertgeiger und bei der Hochseereederei fließen seine Stärken nun in unsere Region im Wandel. Welche Rolle Las Vegas, die heilige Barbara und gemeinsame Parkpflege in seinem aktuellen Projekt spielen, erfahren wir im Interview mit dem zugezogenen Lausitz-Enthusiasten.

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Als Macher der "Lausitziade" – dem Namen nach eine regionale Höchstleistung – braucht es doch eine gehörige Portion Heimatgefühl. Wie konnten Sie das als gebürtiger Westfale entwickeln?

In die Lausitz führte mich bereits mein erster Beruf. Meine Karriere als Geiger brachte mich 2002 als erster Konzertmeister ans Cottbuser Staatstheater. Hier lernte ich auch meine Cottbuser Frau kennen. Nach sechs Jahren lockte mich allerdings das unglaubliche Angebot, das Bordentertainment bei der damals neuen Hochseereederei TUI Cruises aufzubauen, erst einmal wieder weg. Damit startete quasi mein zweiter Beruf. Seit 2020, zunächst bei den Brandenburgischen Sommerkonzerten und heute bei der Lausitziade, spreche ich von meinem dritten Beruf als Kulturmanager. Ich bin froh, wieder zurück in der Lausitz zu sein.

Was bedeutet nun „Lausitziade“ und woher stammt die Idee?

Diese Idee kam vor ungefähr zwei Jahren auf. Mittels Veranstaltungsreihen aus Kunst und Kultur soll den Bürgern ein positives Bild der Transformation der Region zu vermitteln. Deswegen haben wir verschiedene Eventreihen aufgestellt, um ein möglichst breites Spektrum von Menschen zu erreichen. In der ersten Reihe unter der Leitung von Claudia Arndt bringen Menschen der Region zusammen mit Künstlern Ihre Perspektive auf die Bühne. Auch im nächsten Jahr soll es wieder vier bis fünf Aufführungen in der Lausitz geben. Der zweite Bereich ist die „Parkzeit“, als gemeinnützige Arbeit in Landschaftsgärten. Alle Menschen haben eine große emotionale Beziehung zu ihren Parks. Diese Voraussetzung brachte uns auf die Idee, an verschiedenen Orten mit jeweils rund 50 Helfern Hand anzulegen, umrahmt von einem kulturellen Angebot. Die dritte Reihe spricht die junge Zielgruppe an. Im Kern geht es darum, Bereiche zu unterstützen, die bisher noch nicht gefördert werden. Vor allem für die Sparte der elektronischen Musik gibt es wenig Struktur. Gemeinsam mit dem Zentrum Pop und dem Festival Wilde Möhre haben wir einen DJ-Wettbewerb durchgeführt. Aktuell bereiten wir die Ausschreibung für einen Singer-Songwriter Contest vor. Die vierte Reihe ist auch etwas ganz Spektakuläres und richtet sich an das kulturelle Erbe der Bergleute. Die Tradition der Bergleute mündet in die Barbarafeier. Bisher gab es Events vor allem für geschlossene Kreise, was uns darauf brachte, die erste zivilgesellschaftliche Barbarafeier – die Barbara-Show – anzubieten. Das machen wir am 6. Dezember erstmals in Kooperation mit der LEAG in Schwarze Pumpe. Summa Summarum wollen wir mit diesen vier Reihen die Erfolge der Transformation in der Lausitz mithilfe von Kunst und Kultur zu unterstützen und sichtbar zu machen.

Das klingt nach einem großen Team im Hintergrund?

Tatsächlich sind wir nur eine Vollzeitstelle und drei halbe Stellen. Allerdings greifen wir auf ein riesiges Netzwerk im Hintergrund zurück, ohne das ein solches Angebot nicht möglich wäre. Die Lausitziade ist ein echtes Netzwerkprodukt. Mir persönlich kommen da mein Werdegang und meine Kontakte zugute.

Eine spannende Idee, sich dem Kern des Strukturwandels kulturell zu widmen und die Bergleute mit Ihrer Tradition in den Fokus zu nehmen. War das ein Selbstläufer?

Eher nicht. In meiner Zeit als Konzertmeister habe ich ein paar Jahre lang bei den Barbarafeiern in der Stadthalle mitgespielt und war oft hin- und hergerissen von der Rückwärtsgewandtheit und gleichzeitig dem starken Zusammenhalt, der einem die Tränen in die Augen treibt. Die Inszenierung fand ich allerdings ausbaufähig. In unserem Konzept hieß es dann zunächst die „neue“ Barbara, was in Teilen auf Ablehnung aus der traditionellen Richtung stieß. Für uns steht im Mittelpunkt, mit Kunst und Kultur die richtigen Menschen zu erreichen, statt im Elfenbeinturm zu verharren.

Die Barbara-Show richtet sich also an alle – wie und wo kann ich mich denn anmelden?

Es sind insgesamt etwa 1.000 Plätze kostenfrei zu vergeben. Am besten nutzt man den QR-Code auf den Plakaten oder unsere Internetseite https://lausitziade.de/barbara-show/ für eine Anmeldung.

Wer steckt neben dem Kernteam hinter der Show und welchen Programmpunkt würden Sie als Insider den Gästen besonders nahelegen?

Lars Katzmarek hat als künstlerischer Leiter einen großen Anteil. Er ist als Mitarbeiter der LEAG und rappender Landtagsabgeordneter bestens für diesen Job geeignet. Als Erzähler konnten wir Martin Schüler, ehemaliger Intendant des Staatstheaters, gewinnen, der wie kein Zweiter für die Verbindung der Region mit Kunst und Kultur steht. Weiterhin gibt es etliche Spezialisten. Schöne Story: wir fliegen eine Artistiktrainerin aus Las Vegas ein, die dem Programm eine besondere Klasse verpasst. Mit Bergmannsorchester, Gundermann-Band, Kindermusical und vielen weiteren Highlights wird das eine einzigartige, „scharfe“ und unglaubliche Mischung, die man nicht verpassen sollte.

Wow – wir haben uns direkt angemeldet! Wie geht es dann nach der Show weiter mit der Lausitziade, was steht als nächstes an?

Im Frühjahr schließen direkt die Ausschreibungen für die Musikwettbewerbe sowie die Parkseminare an. Wir haben die Projekte jeweils so geplant, dass wir über den Jahresverlauf gut ausgelastet sind. Auch das Theaterstück „Meine Sache ist wie ich sie fange“, nach dem singenden Baggerfahrer Gerhardt Gundermann, wird dann in die nächste Runde geschickt.

Vielen Dank für den interessanten Einblick in Ihre Arbeit! Geben Sie unseren Lesern zum Abschluss noch einen Tipp für Ihren Lieblingsort in Cottbus? Was sollte niemand in der Boomtown verpassen?

Das sind definitiv zwei Orte. Einmal das Konservatorium Cottbus mit seinem schönen Konzertsaal. Der zweite ist das Arbeitszimmer von Fürst Pückler im Schloss Branitz. Immer wieder beeindruckt mich dort die Modernität, der Weltgeist und Witz dieses Mannes – das ist unser Erbe.

 

Wir bedanken uns für das Gespräch. Das Interview führte Solveig Schaal.

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Die Lausitziade plant mit der Barbara-Show das nächste große Event für Euch. Am Samstag, dem 6. Dezember ist es so weit. Mit „Glück Auf - die Barbara-Show“ wird die Erfolgsgeschichte der Lausitz erzählt: wir bewältigen Veränderungen, schauen stolz zurück und in die Zukunft. Ab 18 Uhr wird gemeinsam in der Werkhalle im Industriepark Schwarze Pumpe gefeiert. Mit internationalen Künstlerakts, regionalen Stars und Musikern wartet eine fulminante Inszenierung über Kameradschaft, Tradition und das Bergmannskreuz auf Interessierte.

➡ Zum Hintergrund: Der Bergbau steht für die Lausitz, für ihre Erfolgsgeschichte und auch für die gewaltigen Veränderungen, welche die Menschen in der Region gemeistert haben. Der Bergbau symbolisiert das, worauf die Lausitz stolz sein kann. Ganz besonders steht die jährliche Feier der heiligen Barbara, der Schutzpatronin der Bergleute, für diese Tradition.


Der Eintritt zur Barbara-Show ist frei, eine Registrierung ist zum Einlass notwendig. Für das leibliche Wohl wird gesorgt. Nutzt den Link zur Anmeldung!

➡ Alle Infos auf einen Blick:

Termin: Samstag, 6.12.2025 18.00 Uhr, Einlass ab 16.00 Uhr, Ende der Veranstaltung 23.00 Uhr
Ort: Werkhalle im Industriepark Schwarze Pumpe, An der Heide 1, 03130 Spremberg OT Schwarze Pumpe
Parken: Parkplätze sind vor Ort vorhanden
ÖPNV: Haltestelle „Schwarze Pumpe, Busbahnhof“
Altersbeschränkung: ab 16 Jahren

Du möchtest auch Teil des medizinischen Aufbruchs in der Boomtown Cottbus werden? Die MUL - CT sucht kluge Köpfe und Menschen, die anpacken.

Ob Lehre, Forschung, Verwaltung oder Patient:innenversorgung: Hier warten Jobs mit Zukunft, mitten in der Modellregion Gesundheit Lausitz.

Mitarbeiter (m/w/d) in der Patientenverpflegung

Mitarbeiter (m/w/d) Finanzen und Rechnungswesen

Ergotherapeut (m/w/d)

Alle Stellenausschreibungen der MUL – CT findest du hier.

Du suchst weitere Tipps für dein Ankommen in der BOOMTOWN Cottbus? Melde dich bei uns, wir helfen: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Name: Robert Holzschuh

Geburtsjahr, -ort: 1989 | Leipzig

Berufliches Zuhause: Innovationsentwicklung bei der MUL – CT, Projektleiter Startup Lausitz Accelerator bei der Thiem-Research GmbH

Hobbies: Fußball, Lesen, Freunde treffen, Teilnahme am Quizlabor

Status: Rückkehrer

Die Medizinische Universität Lausitz – Carl Thiem (MUL – CT) ist ein zentraler Baustein des Strukturwandels in der Region. Neben dem Aufbau des Universitätsklinikums entstehen neue Forschungsfelder und Chancen für Gründer:innen. Einer, der diesen Wandel aktiv mitgestaltet, ist Robert Holzschuh, Mitarbeiter der Thiem Research GmbH bzw. der MUL – CT. Der gebürtige Leipziger leitet das Projekt “Startup Lausitz Accelerator“, das junge Unternehmen auf ihrem Weg nach der Unternehmensgründung zum marktreifen Produkt begleitet. Im Gespräch erzählt er, warum er nach Jahren in Großstädten nach Cottbus zurückgekommen ist, was Gründer:innen hier erwartet und wo er selbst am liebsten abschaltet.

Du bist in der Lausitz aufgewachsen und nun zurück in Cottbus. Wie war dein Weg bis hierher?

Ich habe 2008 in Cottbus mein Abitur gemacht und anschließend ein duales Studium der Medizintechnik absolviert. Der theoretische Teil lief in Bautzen und in den Praxisphasen war ich zunächst in München, später dann in Frankfurt am Main. Es folgten Stationen in Hamburg und Schweinfurt, bis es mich schließlich zurück in die Heimat zog.

Was hat dich zur Rückkehr bewegt und wie war das Ankommen für dich?

Das Leben in den Großstädten war aufregend, doch irgendwann wuchs mein Wunsch nach Kindern, einem eigenen Zuhause und mehr Nähe zur Familie. Gleichzeitig erhielt ich ein spannendes Angebot von der Thiem-Research GmbH in Cottbus – eine Gelegenheit, die ideal passte. Die Entscheidung, nach Cottbus zurückzukommen, konnte ich nicht alleine fällen. Es wäre nicht möglich gewesen, wenn es sich nicht auch meine Frau hätte vorstellen können, hier Wurzeln zu schlagen, denn sie ist gebürtig aus Hamburg. Aber alles passte für unsere Lebensphase – auch weil Cottbus besonders für Schwangere und junge Familien sehr gute Bedingungen bietet. Das Ankommen wurde auch dadurch erleichtert, dass viele meiner Freunde auch bereits zurückgekehrt sind, so haben wir uns zusammen schnell eingelebt und ein gemeinsames Zuhause gefunden.

Was genau macht die Thiem-Research GmbH?

Sie ist eine 100-prozentige Tochter der MUL – CT. Während der Schwerpunkt früher auf Forschungsprojekten lag, wollen wir uns künftig vor allem auf den Wissens- und Forschungstransfer sowie die Unterstützung von Gründungen konzentrieren. Immer in enger Verbindung natürlich zur Forschung und Entwicklung in der Praxis mit der MUL – CT. Wir gehörten alle zusammen – das ist der große Vorteil, denn die Ergebnisse der Entwicklungen profitieren insbesondere durch diese systemische Vernetzung.

Ein Projekt der Thiem-Research GmbH ist der Startup Lausitz Accelerator. Wie entstand die Idee für den Accelerator und somit ein weiteres Cottbuser Gründungszentrum?

Das Projekt ist gefördert durch Mittel des Landes Brandenburgs und der Europäischen Union. Die Investitionsbank Brandenburg veröffentlichte eine Vergaberichtlinie für den Aufbau von sechs neuen Startup-Zentren. Wir haben uns mit dem Fokus auf Gesundheitsinnovationen beworben und den Zuschlag bekommen. In Cottbus gibt es viele Forschungseinrichtungen, Netzwerke und Akteure, die Gründer:innen unterstützen. Durch die MUL – CT können wir Startups im Gesundheitswesen besonders gut begleiten, beispielsweise mit klinischer Expertise, Pilotkunden und Zugang zu Infrastruktur und klinischen Daten.

Was bietet der Startup Lausitz Accelerator konkret?

Jährlich können bis zu 20 Startups in ein zwölfmonatiges Entwicklungsprogramm aufgenommen werden. Sie erhalten Zugang zu moderner Infrastruktur, praxisorientierten Workshopformaten mit Schwerpunkt Unternehmensgründung und Patentmanagement sowie umfassenden Schulungen zur normkonformen Entwicklung und Zulassung von Medizinprodukten, In-vitro-Diagnostika und digitalen Gesundheitsanwendungen. Darüber hinaus steht ihnen ein Budget für individuelles Coaching, Einzelberatungen, Unterstützungsleistungen und Anschaffungen zur Verfügung. Besonders wertvoll ist unser weitreichendes Netzwerk – unter anderem in die Modellregion Gesundheit Lausitz und zur MUL – CT.

Nach Inbetriebnahme werden die Startups aus dem Gesundheitsbereich zukünftig in den neuen Medical Accelerator auf dem Campus der MUL – CT einziehen. Auf über 1.200 Quadratmetern und vier Etagen entstehen dort moderne Büroflächen, Laborräume und Werkstätten. Die Baugenehmigung liegt bereits vor – der nächste wichtige Schritt ist die anstehende Freigabe der Fördermittel. Der Baubeginn ist für Anfang des kommenden Jahres geplant. Das Zentrum entsteht in unmittelbarer Nachbarschaft zur neuen Rettungswache. Zum Start des Projektes werden unsere Startups Zugang u.a. zu Coworking-Arbeitsplätzen und Meetingräumen im Gründungszentrum Startblock B2 erhalten.

Was macht Cottbus für Gründer:innen besonders attraktiv?

Cottbus ist eine überschaubare, gut vernetzte Stadt, in der man schnell mit den richtigen Menschen in Kontakt kommt. Büroflächen sind erschwinglich, Expansionsmöglichkeiten vorhanden und die dynamische Entwicklung rund um die MUL – CT eröffnet vielfältige Chancen. Neue Ideen lassen sich hier unkompliziert erproben und zügig umsetzen. Zudem profitiert Cottbus von einer sehr guten Anbindung an Berlin, Dresden und Leipzig.

Kürzlich wurde der Startup Lausitz Accelerator offiziell eröffnet. Herzlichen Glückwunsch dir und deinem Team dazu! Wie hast du diesen Moment erlebt?

In der vergangenen Woche haben wir einen wichtigen Meilenstein erreicht: 13 Startups präsentierten ihre Produkte und Geschäftsmodelle vor einer Jury – 11 von ihnen wurden ausgewählt und starten nun gemeinsam in das Entwicklungsprogramm. Am Abend feierten wir mit rund 140 Gästen aus Klinik, Politik, Wirtschaft und der Gründerszene die offizielle Eröffnung des Startup Lausitz Accelerators. Der nächste Meilenstein ist der Programmstart am 1. Januar 2026.

Und zum Schluss: Wo trifft man dich in deiner Freizeit? Worauf kann sich jede:r neue oder zurückkehrende Cottbuser:in freuen?

Man trifft mich in der Natur und jeder kann sich hier in der Lausitz und auch in und rund um Cottbus auf reichlich grüne Natur freuen - Ob an der Spree, im Tierpark oder im Branitzer Park oder an einem der neun Seen – es ist wirklich genial hier! Aber Spaß macht mir auch das Kneipenquiz im Gladhouse – das geht auch mit kleinen Kindern zwischendurch mal und kann ich jedem empfehlen.

Wir bedanken uns für das Gespräch. Das Interview führte Lisa Krauz.

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Du möchtest Teil des Startup Lausitz Accelerator werden oder dein eigenes Gesundheits-Startup in Cottbus auf den Weg bringen? Alle Infos zum Programm findest du hier.

In der vergangenen Woche wurde der Startup Lausitz Accelerator feierlich gestartet – ein weiterer Meilenstein auf dem Weg zur Modellregion Gesundheit Lausitz. 

Das neue Start-up-Zentrum ist ein Projekt der Thiem Research GmbH, einem jungen Forschungsunternehmen aus Cottbus, das die medizinische Versorgung der Zukunft aktiv mitgestaltet und Forschungsergebnisse in die Praxis überführt.

Der Accelerator begleitet Gründer:innen mit einem 12-monatigen Entwicklungsprogramm, das individuelle Coachings, praxisnahe Workshops, strategische Beratungen sowie den Zugang zu einem starken Netzwerk umfasst. Außerdem können die Startups moderne Büro-, Werk- und Laborflächen vor Ort nutzen.

Aktuell entsteht auf dem Medizincampus ein neues Gründungszentrum, das künftig Raum für Innovation und Zusammenarbeit bietet. Mit dem Neubau rücken die Startups noch näher an die Medizinische Universität Lausitz – Carl Thiem heran und profitieren so von direktem Austausch und gemeinsamen Entwicklungsimpulsen.

Das Programm ist branchenoffen, legt seinen Schwerpunkt aber klar auf medizinische Innovationen. Am 01. Januar 2026 starten die ersten Teams in den Accelerator. Bereits aufgenommen wurden HyPhoX, Seenland Safran, AIQ Europe GmbH, IQONIC AI, Sleepy Dreams, quantum grade materials GmbH i. G., JarvisMed, ImmuniFriend, Neurofit, ClioAssist und die averla GmbH. Die Unternehmen arbeiten in den nächsten Jahren direkt auf dem Campus vom Uniklinikum im Startup Lausitz Accelerator.

Für das Entwicklungsprogramm können sich die Startups hier bewerben.

Im BOOMTOWN Interview am Mittwoch erfährst du von Robert Holzschuh, Mitarbeiter der Thiem-Research GmbH/ Medizinische Universität Lausitz - Carl Thiem und Leiter des Projektes Startup Lausitz Accelerator, über welche Innovationen sich Cottbuser:innen in Zukunft freuen können.

Unsere Familie Nowak lädt euch ein: Ein Abend voller Inspiration, Digitalisierung zum Anfassen und Ideen, die unseren Alltag besser machen – für Groß und Klein.

Am 11. Oktober 2025 wird das Rathaus Cottbus bei der Nacht der kreativen Köpfe (NDKK) zu eurem digitalen Erlebnisort. 

Freut euch auf spannende Projektvorstellungen, interaktive Einblicke und viele lustige Aktivitäten.

Mehr Infos hier Smart City - BOOMTOWN COTTBUS

Am 11. Oktober 2025 verwandelt sich das Rathaus Cottbus bei der NDKK in einen bunten Erlebnisort für die ganze Familie!

Hier erfährst du, was Smart City im Einzelnen bedeutet und kannst:

➡Malen,

➡Schoki gestalten,

➡Speed- Monopoly spielen oder 

➡Filme schauen.

Hier kommen Kinder und Erwachsene gleichermaßen auf ihre Kosten! Neugier stillen, Spaß haben, staunen – digital & analog.


Kommt vorbei und macht den Rathaus-Rundgang zum Familien-Highlight!


Wo: Rathaus Cottbus
Wann 11.10.2025 | 18 bis 24 Uhr


Mehr Infos: Smart City - BOOMTOWN COTTBUS

Name: Familie Nowak

Geburtsjahr, -ort: 2025 I Cottbus

Berufliches Zuhause: Stadtverwaltung Cottbus

Hobbies: Picknicks, Ausstellungen, Wander-Apps, Kino und Smart-TV Zuhause

Status: Heimatverliebte

Wir stellen vor: Familie Nowak. Diese Familie gibt es (noch) nicht in Wirklichkeit, aber sie würde perfekt in die Boomtown Cottbus passen. Nicht nur weil ihre Mitglieder sympathisch und nahbar wirken, sondern auch weil sie dir die Handlungsfelder der Smart City näherbringen, die einzelnen Projekte lebensnah beschreiben und die Vorteile für jeden Cottbuser und jede Cottbuserin auf den Punkt bringen. Wir haben Sandra, Thomas, Mia, Max und Christa gefragt, was Cottbus so smart macht und warum du zur ndkk am 11. Oktober unbedingt das Rathaus besuchen solltest.

Als digitale Familie seid ihr quasi in Cottbus „geboren“ – warum gibt es keine bessere Heimat für euch fünf, als die smarte Lausitzmetropole?

Für uns passt Cottbus einfach: kurze Wege, viel Grün, nette Nachbarschaft – und gleichzeitig dieser Aufbruch. Digitales hilft uns im Alltag, aber das Beste sind die Menschen: Man kennt sich, hilft sich, kann Ideen schnell ausprobieren. Die Kinder kommen sicher zur Schule und Oma hat alles in der Nähe. Tradition und Zukunft liegen hier dicht beieinander – vom Wochenmarkt bis zu neuen Projekten am Ostsee. Diese Mischung aus Herz, Raum und Tempo gibt’s so nur in der smarten Lausitzmetropole. Hier fühlen wir uns zuhause.

Herr Nowak, Sie haben täglich Patientinnen und Patienten im Auto – was hat sich für Sie durch das digitale Transportportal am meisten verändert: Ihre Routen oder Ihre Laune?

Auf jeden Fall beides – aber vor allem meine Laune. Früher gabs eine Telefonkette, heute klare Aufträge über die Fahrer-App, direkt aus dem Transportportal mit Leitstellen-Anbindung. Ich sehe den Status und die Priorität, kann Fahrten annehmen, umplanen oder zurückgeben. Das bedeutet weniger Leerlauf, weniger Stress und kürzere Wartezeiten für Patienten. Die Routen sind dadurch auch schlauer geworden, weil Ressourcen besser genutzt und Patientenwünsche berücksichtigt werden. Kurz zusammengefasst: digital = bessere Touren, viel bessere Laune.

Frau Nowak, Sie nutzen das Digitale LehrerInnenzimmer. Was macht mehr Spaß: Unterricht vorbereiten oder digitale Tipps von Kolleg:innen in ganz Cottbus zu entdecken?

Beides! Unterricht vorbereiten liebe ich – aber im Digitalen LehrerInnenzimmer macht das Stöbern fast noch mehr Spaß: Ideen aus ganz Cottbus, fertige Materialien, kurze Erklärvideos und schnelle Tipps, die ich direkt nutzen kann. Über die Kommentarfunktion tausche ich mich mit der Kollegenschaft aus, und finde auch hilfreiche Tools wie zum Beispiel KI-Anwendungen. So wird Vorbereitung einfacher – und ich habe mehr Qualitätszeit für die, um die es wirklich geht: Unsere Schülerinnen und Schüler.

Max, du weißt in deiner Schule genau, wie viel Energie verbraucht wird. Sind du und deine Freunde schon die „Energiespardetektive“ von Cottbus?

Fast! Ich kenne den Energieverbrauch selbst nicht genau, aber dafür die Leute von der Stadt. Wir haben gelernt, dass Cottbus das bei vielen Gebäuden misst. Das System checkt automatisch Strom, Wärme oder Wasser, und meldet sich, wenn etwas komisch ist. Auf einem Bildschirm, der sich alle 15 Minuten erneuert, sehen die Experten dann, ob nachts noch Geräte an sind oder die Lüftung falsch läuft. Dann können sie es sofort anpassen. Das ist super fürs Klima und spart viel Geld. Ich will auch Energiespardetektiv werden!

Mia, dank der Echtzeitdaten weißt du, wann dein Bus wirklich kommt. Verrate uns: kommst du dadurch jetzt immer pünktlich zu deinen Verabredungen?

Meistens, ja. Die neuen Anzeiger an den Haltestellen zeigen in Echtzeit, wann der Bus wirklich kommt – nicht nur den Plan. Wenn er drei Minuten später ist, sehe ich das sofort und kann noch schnell losrennen oder entspannt warten. Seit es in Cottbus so viele neue Anzeigen gibt, klappt das viel besser. Pünktlich sein muss ich trotzdem selbst: Handy einpacken, Schuhe an, los. Dann bin ich meistens rechtzeitig beim Treffen mit meinen Freundinnen.

Christa Nowak, Sie haben Ihre Mülltonne schon online bestellt – was wollen Sie als Nächstes digital erledigen: Reisepass, Geburtstagskarte oder vielleicht gleich den Enkel anmelden?

Nach der Online-Mülltonne? Als Nächstes beantrage ich meinen neuen Reisepass übers Bürgerportal. Da sind immer mehr Formulare digital verfügbar – bald sogar Bezahlen im Portal und die sichere Anmeldung mit BundID. Die Geburtstagskarten schreibe ich weiter selbst, aber ich finde es großartig, was ich schon alles online erledigen kann. Mir gefällt alles auf cottbus.de – sehr übersichtlich und ohne Anstehen.

Familie Nowak, das Open Data Portal zeigt neue Spielplätze und Baugebiete in 3D. Wer von Ihnen entscheidet dann, ob der nächste Spielplatz lieber eine Schaukel oder eine Kletterwand bekommt?

Max: Ich stimme für die Schaukel.
Mia: Team Kletterwand – logisch!
Sandra: Im Portal gibt’s Umfragen, dort gebe ich mein Votum ab. Und über die Rückmeldefunktion sammle ich unsere Ideen als Familie.
Thomas: Ich achte auf Wege, ausreichend Beleuchtung und gute Anfahrt.
Christa: Ich wünsche mir Bänke im Schatten und Barrierefreiheit für meine Freundinnen, die nicht mehr so gut zu Fuß sind.
Alle: Entscheiden tun viele gemeinsam: Wir und andere Cottbuser geben Feedback, die Stadt bündelt es im Beteiligungsportal und plant transparent sichtbar im Open-Data-Portal. So muss Beteiligung aussehen!

Wenn Sie an das Cottbus von 2035 denken – was wird für Ihre Familie im Alltag selbstverständlich sein, was wir uns heute noch kaum vorstellen können?

Sandra: Unterricht wird hybrid und haptisch. Eine Art KI könnte Aufgaben aus echten Stadtprojekten bauen und wir testen Lösungen in einem digitalen Stadtzwilling – alles an einem Tag.
Max: Schule kann super schlau werden: Licht und Heizung gehen überall automatisch an, wenn jemand da ist, und sind aus, wenn niemand kommt. Und wir können überall lernen – aufm Handy oder in der Schule.
Mia: Ein Schwarm autonomer Shuttles fährt mich überall hin, wohin ich will.
Thomas: Die Straßen sprechen mit Fahrzeugen, alles ist miteinander vernetzt und so lösen sich Staus auf bevor sie überhaupt entstehen!

Viele Städte in Deutschland schauen auf Cottbus. Was macht Sie stolz, wenn Sie Bekannten von den Smart City Projekten erzählen?

Uns macht stolz, dass Cottbus digitale Lösungen nicht nur testet, sondern für die Menschen alltagstauglich macht. Wir merken schon jetzt, dass dadurch vieles besser und einfacher wird. Wenn Dinge wie von allein laufen, haben wir alle viel mehr Lebensqualität und Spaß.

Stellen Sie sich vor, Sie dürften eine weitere digitale Idee für Cottbus einbringen. Was wäre Ihr persönlicher Wunsch, damit die Boomtown noch lebenswerter wird?

Unser Wunsch wäre eine Art „Cottbus-Companion“ mit Familienmodus – vielleicht eine App, die Wege, Zeiten und Bedürfnisse verbindet: freie Spielplätze, sichere Routen, tolle Veranstaltungen, ÖPNV und Sharing-Angebote, Arztfahrten, Schulinfos, Barrierefreiheit und Beteiligung. Alles in einer App und offen für lokale Anbieter.

Welchen Ort in Cottbus würden Sie schon heute Ihren Lieblingsort nennen und welcher könnte es in vielleicht 15 Jahren sein?

Als Familie verbringen wir sehr gerne Zeit im Branitzer Park. Schön im Sommer mit Picknick und zusammen Karten spielen. Da wir die Natur lieben, wird unser Lieblingsort in 15 Jahren sehr wahrscheinlich auch irgendwo im Grünen sein – nur dann wird unsere Familie viel größer und smarter sein!

Lerne unsere Musterfamilie und ihre Themen näher kennen – in Lebensgröße präsentieren sie dir bei der diesjährigen Nacht der kreativen Köpfe im Rathaus am Neumarkt 5, was hinter den Smart City Projekten steckt. Sehen wir uns am 11. Oktober?

www.ndkk.de

Smart City - BOOMTOWN COTTBUS

Neugierig, was im Rathaus passiert? Merkt euch den 11. Oktober 2025!
Macht euch bereit für einen Abend zum Staunen, Mitmachen und Spaß haben – für Groß und Klein!
Die Nacht der Kreativen Köpfe (NDKK) verwandelt Cottbus von 18 bis 24 Uhr in ein großes Erlebnis für Kopf und Herz.
Bürgermeisterin Doreen Mohaupt und Beigeordneter Dr. Markus Niggemann laden euch herzlich ein, das Rathaus als Smart-City-Erlebnisort zu entdecken.
Mit einem Ticket kannst du spannende Ausstellungen und Präsentationen an 20 Orten quer durch die Stadt besuchen.

Alle Info hier: ndkk.de

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