„Cottbus hat Esprit für mich.“
- Name: Katja Mattig-Striegl
- Geburtsjahr, -ort: 1979 I Cottbus
- berufliches Zuhause: Administration für Personalsysteme bei der ZUG GmbH
- Hobbies: Laufen, Garten, Tanzen, Chor
- Status: Zurückgekehrte
20 Jahre Berlin – und dann ganz bewusst zurück nach Cottbus. Für Katja Mattig-Striegl war die Rückkehr in die Heimat vor allem eine Entscheidung für Familie, Lebensqualität und ein gutes Aufwachsen ihres Kindes. Heute sagt sie ganz klar: „Berlin fehlt mir gar nicht. Cottbus hat Esprit für mich.“ Im neuen BOOMTOWN Interview erzählt die Rückkehrerin, warum sich das Ankommen überraschend natürlich angefühlt hat, wie ihr Arbeitgeber den Wechsel erleichtert hat und welche Orte in Cottbus sie besonders liebt. Spoiler: Spree, Staatstheater und das Sportzentrum spielen eine wichtige Rolle. Extra schön: Katja könnt ihr am 21. Mai bei KLĚB A SOL persönlich treffen.
Erzähl‘ uns über deine Cottbuser Vergangenheit und warum du deiner Heimatstadt den Rücken gekehrt hast.
In Cottbus bin ich aufgewachsen, zur Schule gegangen und habe am Ludwig-Leichhardt-Gymnasium mein Abitur gemacht. Für das Studium zog ich 2004 nach Berlin. Hier habe ich Wirtschaftswissenschaften mit Schwerpunkt Personal studiert. Auch meinen Berufseinstieg fand ich in der Hauptstadt, gefolgt von einigen Stationen in verschiedenen Personalabteilungen bis hin zur ZUG, bei der ich noch heute bin.
Nach über 20 Jahren in Berlin – warum bist du nach Cottbus zurückgekehrt?
Mit dem Gedanken an Rückkehr habe ich tatsächlich schon lange gespielt. Vor allem wollte ich meinem Kind eine bestmögliche Entwicklung ermöglichen. Die Angebote in Weißensee, wo wir lebten, waren häufig schnelllebig, die Schulen überlastet. Meine Familie wohnt in Cottbus und so war der Empfang warm und herzlich.
Wie hat sich die Veränderung angefühlt?
Viel natürlicher als ich zunächst dachte. Wir kannten Cottbus einfach schon sehr gut. Auch meine Tochter hat super Anschluss gefunden, sowohl in der Schule als auch in der Freizeit. Sie ist in einer Theater-Gruppe aktiv und trainiert im Sportzentrum. Mich macht auch glücklich, dass wir einen Garten am Stausee gefunden haben.
War die Rückkehr im Rückblick die richtige Entscheidung?
Ja! Berlin fehlt mir gar nicht. Ab und zu bin ich aus beruflichen Gründen dort und dann wieder froh in Cottbus zu sein. Cottbus hat Esprit für mich.
Und womit hat dich dein Arbeitgeber, die ZUG GmbH überzeugt?
Das Gesamtpaket hat mich einfach angesprochen: einmal der öffentliche Dienst, dann auch die Arbeitsaufgaben und der Umwelt-Aspekt. An den Standorten Berlin, Bonn und Cottbus beschäftigen wir über 1.000 Mitarbeitende. Ein großer Vorteil ist, dass ich meinen Job auch in Cottbus ausüben kann. Nach Berlin muss ich nur sehr vereinzelt. Das hat mir den Wohnortwechsel wirklich erleichtert.
Wie herausfordernd war denn die Wohnungssuche?
Ach, da hatte ich total Glück. Gleich die erste Wohnung, die ich mir angeschaut hatte, ist es geworden – ein bisschen zu groß, aber sehr zentral gelegen und nah bei meiner Familie.
Für ein gutes Ankommen oder Zurückkehren helfen heute Anlaufstellen und Events, wie Kleb A Sol am 21. Mai. War dir das im Zuge deiner Rückkehr aufgefallen?
Gehört hatte ich von der Willkommensfeier, den Namen fand ich außergewöhnlich. Ich wusste gar nicht, dass der Ursprung sorbisch ist. Im letzten Jahr war ich sogar an der Stadthalle. Dieses Jahr komme ich vielleicht auch vorbei, um meine Rückkehrerfahrungen zu teilen.
Als Lokalmatadorin verrate doch bitte interessierten Neu-Cottbuser*innen, was sie sich in der Stadt unbedingt anschauen sollten. Welches ist dein Lieblingsort in der BOOMTOWN?
Ich mag die Spree sehr, vor allem zum Laufen oder Stand-Up-Paddling. Definitiv auch das Staatstheater, mit seinen facettenreichen Angeboten und wo ich selbst derzeit in einem Projektchor auf der Bühne stehen darf. Nach vielen aktiven Jahren dort, möchte ich noch das Sportzentrum nennen. Die tollen Anlagen und die vielen oft ehrenamtlichen Trainer machen den Ort besonders.
Wir bedanken uns für das Gespräch. Das Interview führte Solveig Schaal.
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Triff Katja am 21. Mai ab 15 Uhr vor der Stadthalle und lerne bei Kleb A Sol weitere spannende Menschen und aktivierende Angebote kennen – alle sind eingeladen, vorbeizukommen und mitzufeiern!